#53 - Beyond ESG - Gesellschaftliches Engagement

Shownotes

Gesellschaftliches Engagement ist das Fokusthema mit den größten Lücken im Nachhaltigkeits-Score 2026. Der Grund ist häufig nicht fehlendes Engagement, sondern fehlende Dokumentation in den Pflichtberichten der Versicherer.

In dieser Folge sprechen wir mit Henrike Wedekind, Fachbereichsleitung Nachhaltigkeit bei Franke und Bornberg, über unseren gerade erschienenen Nachhaltigkeits-Score 2026. Wir haben dafür 50 Versicherer anhand von 275 Einzelkriterien in sechs Fokusthemen bewertet. Der Durchschnitt liegt bei 48 Prozent, die Spanne reicht von 16 bis 87 Prozent. Henrike Wedekind erläutert, wie unsere zweistufige Bewertung abläuft und welche Rolle ergänzende Nachweise spielen. Im Mittelpunkt steht das Gesellschaftliche Engagement: Welche Kriterien zählen neben der Höhe der Spenden, warum die Wirkung von Projekten entscheidend ist und weshalb ein niedriger Wert nicht automatisch fehlende Aktivität bedeutet.

Für Makler geht es um die Frage, wie sich unsere Factsheets bei der Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen nutzen lassen und wie Ergebnisse gegenüber Kundinnen und Kunden richtig eingeordnet werden. Außerdem: Was die seit Juli 2026 geltende EU-Verordnung über ESG-Ratings für uns bedeutet und welche Folgen eingeschränkte Berichtspflichten für die Transparenz im Markt haben können.

Pressemitteilung zum Nachhaltigkeits-Score 2026

Nachhaltigkeits-Score von Franke und Bornber

Unsere Offenlegungen nach EU-Verordnung

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Transkript anzeigen

00:00:01: Auf den Punkt von Franck und Bornberg.

00:00:11: Herzlich Willkommen, wir beschäftigen uns heute mit dem Nachhaltigkeitsscore zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:17: der ist nämlich gerade erschienen und dazu habe ich mir eine Expertin eingeladen das ist Henrike.

00:00:22: Hallo Martin

00:00:24: Wir werden uns außerdem insbesondere mit dem Thema gesellschaftliches Engagement beschäftigen weil das etwas ist.

00:00:30: Das kommt etwas zu kurz oft bei vielen Versicherern.

00:00:34: Wie würdest du denn generell den nachhaltigkeit score in zwei Sätzen erklären.

00:00:40: Was misst der denn und was misst er eben nicht?

00:00:43: Unser Nachhaltigkeitschord, twenty-sechs und zwanzig, misst ausgewählte Aspekte der Nachhaltigkeit von Versichern.

00:00:50: Das heißt wir betrachten über sechs verschiedene Fokusthemen hinweg gezierte Kriterien wie Versicherer in verschiedenen Bereichen aufgestellt sind.

00:00:58: das geht vom Thema Produkte Wie werden Produkte ausgerichtet und gestaltet?

00:01:04: Über die Verantwortung als Arbeitgeber.

00:01:07: zum Thema nachhaltiges Investment natürlich ganz stark weil die Kapitalanlage natürlich ein großer Hebel für Versicherer ist.

00:01:14: Wir schauen uns das Thema Ressourcenmanagement an, was sind für Verbräuche im Unternehmen?

00:01:19: Wie sind die CO-Zwei Emissionen?

00:01:22: Wir schauen auch das Thema, was du schon angeteasert hast – das gesellschaftliche Engagement der Versicherern betrachten wir auch mit verschiedenen Kriterien.

00:01:29: Und auch den Bereich Wandel und Innovation, wo wir uns Aspekte anschauen.

00:01:34: Wie wird das Immobilienportfolio verweitet?

00:01:36: Wie ist das Thema Nachhaltigkeit überhaupt im Unternehmen verankert?

00:01:40: Wird der Vertrieb geschult und solche Aspechte werden da abgedeckt also insgesamt es ein breites Kriterien-Set was eben dann ausgewählte Aspeichte im Benchmark Verfahren bewertet.

00:01:52: Und wie läuft so eine Bewertung ab?

00:01:53: welche Quellen nutzt ihr da?

00:01:56: Was hat es mit der zweiten beauftragten Stufe auf sich, in der Versicherer zusätzliche Nachweise einreichen können?

00:02:02: Also grundsätzlich ist das so.

00:02:03: Wir haben dieses Jahr fünfzig Versichere bewertet und die initiale Bewertung basiert immer auf einem Public Information Ansatz.

00:02:11: Das heißt wir bewerten nur die Pflichtberichte der Versicherung, die öffentlich verfügbar sind zum Beispiel nach der CSRD Berichterstattung oder auch dem Handelsgesetzbruch.

00:02:20: Das ist immer unsere Basis für die Bewertungen diese Berichte mal weniger gleich aufgebaut, aber zumindest sind sie häufig nach einem ähnlichen Schema mittlerweile nach den ESRS nämlich aufgebaut.

00:02:33: Den European Sustainability Reporting Standards und diese ja das ist so die Grundlage unserer Bewertung.

00:02:40: und dann weil wir eben merken die Berichte sind nicht immer ganz gleich und gleich umfassend auch aufgebaut.

00:02:46: Und dass viele Versicher eben auch sagen, in diese Pflichtberichte nehmen wir nicht alle Aspekte der Nachhaltigkeit mit auf das eben so Themen wie gesellschaftliches Engagement oder Ressourcen-Kennzeilen keine Präsenz finden, möchten wir eben um ein ganzheitliches Bild der Nachhaltigkeit wirklich abbilden zu können.

00:03:05: Den Versicherern die Möglichkeit geben dass wir auch weitere Nachweise mit einbeziehen und das sind dann zum Beispiel Aspekte wie Transitionspläne oder nachweisbare Kennzahlen zu verbräuchten.

00:03:16: zur gesellschaftlichen Engagement Das sind intern Richtlinien wie Dienstreise-Richtlinie Spendenrichtlinien Oder auch Arbeitsanweisungen für zB Die Beschaffung.

00:03:26: Das sind eben Aspekte, die wir im zweiten Schritt noch mit einbeziehen können.

00:03:30: Die fünfzig Versicherer, die du ja gerade genannt hast, die erreichen im Schnitt achtundvierzig Prozent.

00:03:35: Die Spanne reicht davon sechzehn bis siebenundachtzig Prozent!

00:03:39: Was sagt denn diese Spannweite über den Markt aus?

00:03:43: Also in erster Linie natürlich, dass der Markt da noch sehr heterogen auch aufgestellt ist.

00:03:47: Das heißt wir haben... Wir merken auf jeden Fall das einige Versicherer als Vorreiter schon vorangehen und das auch seit einigen Jahren und das andere Versicherern einfach nicht so stark sowohl in der Berichterstattung einfach breit aufgestellt sind aber auch in ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten an sich im Unternehmen.

00:04:04: Dass da eben dann keine großen Nachhaltigkeitsteams vorhanden sind, dass einfach nachhaltigkeit noch nicht ganzheitlich mitgedacht wird geht über Zielsetzungen in verschiedenen Unternehmensbereichen, also seit es im der Kapitalanlage oder im eigenen Geschäftsbetrieb da Emissionsreduzieren oder andere qualitative Ziele zu erreichen bis hinzu Engagement auch wie können wir unsere Mitarbeitenden fördern und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zum Beispiel.

00:04:31: durch gezielte Maßnahmen voranbringen.

00:04:34: Und wir merken da einfach, dass eben eine sehr große Heterogenität herrscht und auch nur drei Versicherer insgesamt über achtzig Prozent im Score gekommen sind.

00:04:43: Das heißt, da ist auf jeden Fall noch einiges Potenzial vorhanden was die Versicherung ausschöpfen können.

00:04:49: Und was ist in diesem Jahr methodisch neu?

00:04:52: Gibt es dann eine Änderung im Vergleich zu zweitausendundzwanzig?

00:04:56: Auf jeden Fall wir schauen, dass wir jedes Jahr immer ein Review machen und schauen was ändert sich in den Berichten aber vielleicht auch in regulatorischen Vorgaben.

00:05:03: Und passen unser Verfahren darauf hin an.

00:05:06: Und in diesem Jahr haben wir insbesondere das Thema Resilienz und Transformationssteuerung mit aufgenommen.

00:05:11: Da schauen wir uns dann Themen an, wie ist ein Transitionsplan vorhanden?

00:05:15: Was für Klimaziele hat der Versicherer?

00:05:17: Wie ist es ganz im Unternehmen verankert?

00:05:20: oder auch wird die Vergütung von vom Management an bestimmte Nachhaltigkeitsziele gekoppelt weil dass eben auch nochmal gute Hebel sind um Nachhaltigkeit die Transformation wirklich voran zu treiben?

00:05:31: Das hat auf jeden Fall mehr Gewicht bekommen in diesen neuen Bewertungsdurchlagen Und ansonsten sind auch immer kleinere Anpassungen in Bewertungsschematal.

00:05:40: Die Benchmarks werden jedes Jahr überarbeitet und auch einzelne Gewichtungen angepasst, sodass insgesamt das Thema Investment- und Kapitalanlage die Überprüfung der Kapital-Anlage dieses Jahr noch mal deutlich mehr Gewicht bekommen hat in unserem Verfahren.

00:05:55: Das ist ja schon erwähnt!

00:05:57: Das gesellschaftliche Engagement bildet mit vierzig Prozent des Schlusslichts.

00:06:01: Einundzwanzig von fünfzig Versicherern erreichen da sogar weniger als dreißig Prozent, sieben sogar Nullprozent.

00:06:09: Wie erklärst du dir das?

00:06:11: Das hat einen ganz entscheidenden Grund und zwar dass gerade im Bereich gesellschaftliches Engagement das ist ein Thema was häufig nicht in die Pflichtberichte mit aufgenommen wird.

00:06:20: Das heißt grade die Dokumentationslage in diesem Bereich ist extrem dünn auch im Vergleich zu anderen Fokuss Themen wie zum Beispiel Kapitalanlage.

00:06:28: Das bedeutet eben, dass die Versicherer nicht unbedingt ganz transparent mit dem Thema umgehen und das geht darüber nicht nur wie viel sie spenden sondern auch welche Initiativen werden unterstützt.

00:06:40: Wie wird das Ganze kontrolliert und überwacht?

00:06:43: Und auch wie werden die Initiative gefördert werden überhaupt ausgewählt?

00:06:49: also da gibt es ja verschiedene Stellschrauben die wir untersuchen in unseren Kriterien Und da merken wir eben, dass in den Berichten der Versicherer das Thema im Moment noch sehr stiefmütterlich behandelt wird oder bei dem Großteil der Versicherung und da immer nur sehr geringe Angaben und manchmal sogar gar keine Angaben zu finden sind.

00:07:07: Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass ein geringer Prozentwert in diesem Satz nicht unbedingt mit einer fehlenden Aktivität der Versichere einhergehen muss.

00:07:16: Also es spiegelt vor allem in erster Linie erstmal wieder, dass die Berichte in diesem Umfeld einfach noch sehr spaßam sind.

00:07:23: Das heißt das Spiegel unter Umständen, nur wieder es wurde nicht dokumentiert.

00:07:26: Genau!

00:07:26: Es

00:07:27: bedeutet nichts passiert ist in

00:07:29: diesem Fall?

00:07:29: Genau, genau richtig.

00:07:30: Es bedeutet es wurde auch nicht ausreichend dokumentiert.

00:07:34: also wir haben da bestimmte Anforderungen an die Nachweise die auch durch Regulatorik vorgegeben werden mittlerweile und da ist es eben dann auch entscheidend, dass diese Nachweise in den Berichten auch ausreichend dokumentiert sind.

00:07:48: Und das ist in diesem Bereich sehr auffällig, dass das noch nicht über die Breite der Versicherer der Falle ist.

00:07:54: Was zählten dabei im gesellschaftlichen Engagement überhaupt?

00:07:57: Reicht deine Spende an einen Sportverein oder erwartet ihr jetzt zur Bewertung eine Strategie mit messbaren Zielen?

00:08:05: Genau, also wir haben das schon verschiedene Kriterien die ineinander spielen.

00:08:10: Das heißt, wir schauen auf jeden Fall auch auf Quantitative zahlen.

00:08:13: Also zum Beispiel die Spendenquote da schauen wir wie welche Summe wird gespendet im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen der Versicherer?

00:08:21: Das heißt wir normieren diese Spendensumme dann auch auf einen vergleichbaren Wert dem wir vergleichen können unter den verschiedenen Versicherern.

00:08:28: aber dass ist eben nur ein Kriterium von sechs Kriterien in dem Bereich.

00:08:33: Und die anderen Kriterie sind eben auch zum Beispiel Aspekte, wie werden die Mitarbeitenden eingebunden?

00:08:37: Werden die Mitarbeiter vielleicht freigestellt, dass sie sich ehrenamtlich während der Arbeitszeit engagieren können?

00:08:44: Wie werden die Mitarbeiter da vielleicht auch sensibilisiert und angesprochen?

00:08:47: Und dann eben auch Aspechte das nur eine Aktivität natürlich auch nicht mit einer Wirkung einherngert.

00:08:53: Das heißt, nur weil ich an einen Sportverein etwas spende, heißt es auch nicht, dass das Geld da richtig ankommt und wirklich eine Wirkung entfaltet.

00:09:00: Und da haben wir dann eben auch Kriterien, die das ein bisschen nachführen sollen wie denn wirklich die Wirkung auch sichergestellt wird.

00:09:06: Sei es über bestimmte Auswahlkriterien.

00:09:09: viele Versicher beschränken sich zum Beispiel auch auf lokale oder regionale Projekte weil da natürlich die Wirkung deutlich einfacher Nachrüstung ist.

00:09:17: Genau also da versuchen wir schon einen breiten Set abzudecken so dass wir qualitative Aspekte mit den quantitativen Aspekten mischen.

00:09:30: Seit Jahrzehnte müssen Magler auch die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden abfragen.

00:09:36: Welche Rolle kann denn der Score in so einem Beratungsgespräch spielen?

00:09:40: Der Score hat den großen Vorteil, dass wir eben diese sechs Fokus-Themen die wir eingangs ja schon aufgezählt haben.

00:09:47: Dass sie ihm sehr verständlich runtergebrochen werden.

00:09:49: das heißt der Markler kann dieses Fact-Sheet Wir stellen den Score in einem Fact-Cheat da wo wir immer pro Fokus Thema schreiben was wird untersucht und wie kann man das auch dem Kunden oder der Kundin verständig rüberbringen so dass man da auch nicht irgendwie fach chinesisch redet sondern wirklich greifbar machen kann.

00:10:06: Und da haben wir dann immer dargestellt, wie schneidet ein Versicherer XY ab und eben auch im Vergleich zu den anderen Versichern?

00:10:12: Das heißt wenn ein Kunde oder eine Kundin zum Beispiel sagt mir ist das Thema gesellschaftliches Engagement um dabei zu bleiben mal ganz wichtig, dann kann man da gezielt nachschauen okay welcher Versicher er ist denn da vielleicht unter den Top-Versicherern dabei?

00:10:24: also da bietet das Fact Sheet einen einfachen und schnell erfassbaren Überblick über die Nachhaltigkeitsleistung der Versicherung.

00:10:34: Zur Maklerberatung nochmal, wenn ein Makler bei einem Versicherer null Prozent im gesellschaftlichen Engagement sieht.

00:10:39: Wie sollte er so einen Ergebnis denn gegenüber seinem Kunden einordnen ohne es über oder aber auch unter zu bewerten?

00:10:45: Genau da ist wichtig einfach nochmal auf die Quellengrundlage hinzuweisen, dass wir eben die Pflichtberichte haben und das einfach da Themen manchmal nicht ganz so umfassend abgedeckt werden wie wir es gerade schon besprochen haben.

00:10:58: Und dass diese Defect Sheets natürlich auch nicht die Nachhaltigkeit insgesamt eines Versicherers beurteilen können sondern immer nur ausgewählte Aspekte nach unserem Bewertungsschema und dass diese Aspechte dann eben nicht abgedekt werden von dem Versicherer dass das aber nicht gleichzusetzen ist mit einer kompletten Beurteilung der Nachhaltigkeit oder ausgewählten Aspekten davon.

00:11:19: Das ist ganz wichtig zu unterscheiden.

00:11:21: Seit Juli, zwanzig sechsundzwanzig gilt die EU-Verordnung über ESG Ratingtätigkeiten und Franco & Bournberg ist bei der Esma registriert.

00:11:29: Was ändert sich dadurch für euch?

00:11:31: Und was haben Magler und Versicherer davon?

00:11:34: Genau, grundsätzlich ändert sich in unserer Arbeitsweise erstmal gar nicht so viel.

00:11:40: Die neue EU-Verordnung gilt ja zum Thema Transparenz und Integrität von ESG Ratingtätigkeiten.

00:11:46: Das heißt da geht es viel darum dass wir Methodik, Datengrundlagen Gewichtungen den Umgang mit Interessenkonflikten bestimmte Beschwerdemchanismen offenlegen und zugänglich machen für alle Nutzer von unseren Ratings Und das haben wir auf unser Website eben implementiert auch schon seit einiger Zeit implementiert.

00:12:05: Das heißt, da ändert sich vor allem das Ganze noch mal in einem gewissen Schema nach der Regulaturik eben jetzt auf der Webseite abrufbar ist.

00:12:14: Grundsätzlich begrüßen wir es auf jeden Fall dass die jetzt auch ESG Rating Tätigkeiten ein bisschen mehr reguliert werden so dass eben einfach da auch einen Qualitätsstandard an Methodik und Nachweisflichten Ja, Pflichten einfach die mit der neuen Verordnung einhergehen jetzt auch im Bereich Nachhaltigkeits-Ratings walten.

00:12:36: So dass da eben auch so wie wir hoffen zumindest die Qualität oder die Aussagekraft auch hinter den Rating sich deutlich verbessern wird.

00:12:45: Noch eine Frage zu den Berichtspflichten.

00:12:47: Die werden nämlich nach CSRD eingeschränkt und der Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen wird kleiner.

00:12:53: Droht ja soziale Dimension also sowas wie dem Gesellschaftelengagement eben Dadurch eine noch dünnere Datenlage, wenn man noch weniger Unternehmen hat.

00:13:02: Ja diese Gefahr sehen wir auf jeden Fall dass sobald ja einfach die Anforderungen an die zu berichtenen Unternehmen abgeschwächt werden.

00:13:11: Das heißt, dass wir in der Gesamtheit einfach weniger Unternehmen haben, die wirklich gesetzlich dazu verpflichtet sind einen Nachhaltigkeitsbericht oder eine equivalente Erklärung abzugeben das dann natürlich auch die Transparenz in verschiedenen Bereichen da spielt natürlich auch das Thema gesellschaftliches Engagement eine Rolle deutlich nochmal absinken wird und das ist einfach Entwicklung, die wir nicht begrüßen.

00:13:33: Weil natürlich dadurch auch die Transparenz im Markt generell abnimmt und dem wollen wir natürlich auch entgegenwirken mit unserem Nachhaltigkeitschor dass wir da eben nach wie vor für alle Interessierten eine Vergleichbarkeit über den Markt hinweg gewährleisten können.

00:13:49: Wenn du einen Wunsch an die Branche frei hättest was das Thema Engagement angeht welcher wäre das Henrike?

00:13:54: Ich glaube, das wäre Traut euch und zwar in dem Sinne dass auch wenn es nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist darüber zu berichten.

00:14:00: Dass man es eben trotzdem nicht feinen lässt das Thema weil es eben einfach ein Thema mit sehr viel Potenzial ist was einfach in unseren Augen noch nicht ganz ausgeschöpft ist bei einigen Versicherern oder einige Branchen Bereiche hinweg so dass es eben da auch eine Sichtbarkeit benötigt.

00:14:16: die Sichtbarigkeit hilft natürlich auch das Kunden und Kundinnen ein anderes Bild von dir als Versicherer bekommen aber dass da die Wirkung einfach noch mal größer wird, wenn also nach dem Motto tue Gutes und berichte darüber.

00:14:30: Dass da einfach mein Appell wäre führt eure Aktivitäten fort, berichtet darüber und sorgt auch dafür das das Geld auch da ankommt wo es wirklich gebraucht wird sei es zum Beispiel in lokalen Projekten wo ihr wirklich vor Ort einen Unterschied merken könnt.

00:14:44: Da gibt es sicherlich genug Themen die im Moment uns als Gesellschaft auch begleiten, seit es Folgen von Klimakrise oder sei das eben auch soziale Aspekte wie eine fortschreitende Einsamkeit in der Gesellschaft.

00:14:56: Das sind sicherliche Aspechte wo man als Versicherer ein Hebel hat dass man da Projekte gezielt unterstützt und das Ganze eben mit einem angemessenen Controlling die Wirkung nachweisen kann.

00:15:08: Ich danke dir für die guten Ideen für die Zukunft Henrike!

00:15:11: Und ich denke wir werden demnächst auf jeden Fall nochmal über den Nachhaltigkeits-Score sprechen.

00:15:15: Danke dir

00:15:16: Sehr gerne, ich freue mich auf das nächste Gespräch.

00:15:18: Alle weiteren Infos zum Thema findet ihr wie immer in den Shownotes und wir hören uns in zwei Wochen wieder.

00:15:46: Tschüss!

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