#44 - Beyond ESG - Gebäude, Klima und Gender Pay Gap

Shownotes

Immer mehr Kundinnen und Kunden möchten wissen, wie nachhaltig ein Versicherer tatsächlich handelt und erwarten fundierte Antworten. Doch was macht nachhaltiges Handeln in der Versicherungsbranche eigentlich aus?

Im Mittelpunkt der neuen Folge stehen zwei Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, tatsächlich aber eng verknüpft sind: die Anpassung von Gebäuden und Immobilien an den Klimawandel sowie soziale Nachhaltigkeit innerhalb der Unternehmen.

Wir sprechen darüber, wie gut Versicherer ihre Standorte und Immobilienportfolios auf steigende Temperaturen vorbereiten, warum klassische energetische Sanierungen allein nicht ausreichen und welche Rolle klimaresiliente Gebäude künftig spielen werden. Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf Kennzahlen wie den Gender Pay Gap, den Frauenanteil in Führungspositionen sowie Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Nachhaltigkeitskompetenz.

Unser Fazit: Nachhaltigkeit wird zum Beratungswissen. Wer Unterschiede zwischen Versicherern nachvollziehbar erklären kann, schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen seiner Kundinnen und Kunden.

Zwischen Gesundheitsförderung und Gender Pay Gap

Nachhaltigkeit im Gebäudebestand: Wie hitzefest sind Versicherer?

Mini-Wald Vahrenheide

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

GDV

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00:00:01:

00:00:11: Am letzten Wochenende wurden ja wirklich Hitze-Rekorde gebrochen.

00:00:14: Bis zu vierzig Grad war es in manchen Städten, mit Flimmern im Asphalt und Luft die geradezu still steht.

00:00:20: Und exakt hier in den Innenstädten also in diesen urbanen Backöfen sitzen oft die repräsentativen Hauptquartiere der größten deutschen Versicherer.

00:00:29: Wir sprechen hier von Unternehmen, die fast zwei Billionen Euro an Kapitaleinlagen besitzen und knapp fünfhunderttausend Menschen beschäftigen.

00:00:36: Eine Branche der in Kerngeschäftesjahr ist Risiken perfekt zu kalkulieren.

00:00:40: Richtig!

00:00:41: Risiken absichern ist quasi die DNA.

00:00:44: Ja.

00:00:44: aber wenn man mal hinter die Kulissen blickt stellt sich die Frage wie zukunftsfähig und nachhaltig ist diese Branche?

00:00:50: Daher schauen wir uns heute zwei völlig unterschiedliche aber total essentielle Bereiche an.

00:00:55: Um welche geht es da dieses Mal hin Rike?

00:00:57: Wir schauen einmal auf die physische Realität der Gebäude und Immobilien.

00:01:01: Und zweitens dann auf die soziale Komponente, da geht es um Arbeitgeberverantwortung, Gleichstellung oder auch den Gender Pay Gip.

00:01:07: Okay gerade wenn man im Vertrieb arbeitet als Vermittler, Kundenberät sind das Daten die wichtig werden können.

00:01:14: Wir fangen heute kritischer nach.

00:01:16: Man muss einfach wissen bei wem Nachhaltigkeit ein hübscher Stempel auf der Broschüre ist?

00:01:20: Und wer wirklich für die Zukunft umbaut.

00:01:23: also lass uns direkt mal mit der physischen Realität anfangen

00:01:26: Sehr gern.

00:01:27: Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat Satellitendaten aus den Sommermonaten, im Jahr zwei Tausend dreizehn bis zum Jahr zwei tausend vierundzwanzig für über siebzig Deutsche Großstädte ausgewertet.

00:01:38: Das Ergebnis in dicht bebauten Innenstädten liegen gemessen in Oberflächentemperaturen bis zu zehn Grad über den im ländlichen Raum.

00:01:47: Interessant sind dabei vor allem die physikalischen Mechanismen dahinter?

00:01:50: Satelliten messen ja einfach die Oberflächentemperatur unserer Städte.

00:01:54: Asphalt, Beton, dunkle Dächer usw.

00:01:56: absorbieren die kurzwellige Sonnenstrahlung tagsüber extrem effektiv.

00:02:00: Wandeln sie dann in langwellige Wärmestrahlung um und geben diese Energie dann nass nur sehr langsam wieder an die Umgebungsluft ab.

00:02:08: Die Stadt kann also gar nicht mehr richtig auskühlen

00:02:11: Weil einfach die Natur fehlt oder?

00:02:13: Genau!

00:02:14: Es wählt die Verdunstungskälte, die in der Natur durch unversiegete Böden und Pflanzen entsteht Und so entstehen dann diese sogenannten Hitze-Inseln.

00:02:23: Und in exakt diesen städtischen Gebieten arbeiten Zehntausende Mitarbeiter der Versicherungsbranche?

00:02:28: Was zeigt denn unser Nachhaltigkeitsreporter, Steuern die versichere aktiv dagegen um ihre Standorte Hitze festzumachen?

00:02:35: Naja...die Zahlen aus dem Report zeichnen da eher ein ernüchterndes Bild.

00:02:39: Konkrete Maßnahmen gegen diese Hitzebelastung an den eigenen Standorten sind tatsächlich noch eine Ausnahme!

00:02:45: Nur dreizehn Prozent der untersuchten Versicherer setzen bei ihren Gebäuden auf Dachbegrünung oder Fassadenbegrünung, oder eben auf wassersensible Elemente wie Sickerfugen.

00:02:54: Die das Regenwasser im Boden halten statt es einfach in die Kanalisation abzuleiten.

00:02:59: Auch bei der Nutzung von Regenwasser zur Kühlung und zur Bewässerung sind es gerade mal zehn Prozent.

00:03:04: Das Problem ist dass viele Bestandsgebäude planerisch überhaupt nicht auf sogenannte Grüne-und blaue Infrastruktur ausgelegt sind.

00:03:14: Genau, um ein Dach nachträglich zu begrünen braucht es oft eine ganz andere Statik weil nasse Erde einfach enorm schwer ist.

00:03:21: Aber der Aufwand lohnt sich.

00:03:23: solche Elemente haben einen Kühleffekt auf das Mikroklima.

00:03:26: Bäume spenden ja nicht nur Schatten sondern funktionieren durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blätter wie natürliche Klimaanlagen.

00:03:33: Was mich direkt so einem Projekt von uns bei Frank und Bornwerk bringt Das zeigt nämlich dass man nicht zwingend auf gigantische städtebauliche Maßnahmen warten muss.

00:03:41: Wir haben hier in Hannover im Stadtteil Bootfeld von Heidel einen eigenen Miniewald gepflanzt.

00:03:46: Stimmt, der Miniewalt setzt genau an diesem Problem der fehlenden Verdunstungskälte an und er wird zu einem autarken mehrschichtigen Miniatur weit und kühlt das Mikroklima eben spürbar ab.

00:03:58: Er speichert das Regenwasser und fördert auch die Biodiversität Und er braucht nach nur drei Jahren quasi keine Pflege mehr.

00:04:05: Der Hebel von solchen Projekten geht da weit über die reine Temperaturregulierung hinaus.

00:04:09: Wir sprechen da auch von Umweltbildung zum Beispiel.

00:04:13: Genau, wir nennen das das grüne Klassenzimmer.

00:04:16: Es gibt Möglichkeiten unter den Baumkronen zu lernen.

00:04:18: Schulen oder Initiativen können in Ort nutzen.

00:04:22: Kinder können dort Biodiversität messen und Klimaeffekte vor Ort erleben.

00:04:26: Müssen also nicht auch Konzerne mit ausgedehnten Campusflächen nicht viel aggressiver entsiegeln und begrünen?

00:04:33: Schon, die Vorbildfunktion an den eigenen Standorten wird da leider bislang noch ein bisschen vernachlässigt und dabei nimmt die Dringlichkeit ja jedes Jahr zu.

00:04:41: Die Städterwärmung ist längst messbare Realität und eben keine theoretische Modellierung mehr.

00:04:46: Wir

00:04:47: müssen an dieser Stelle aber auch mal kritisch tiefer bohren Denn der wahre Einfluss der Versicherer also der echte Milliardenhebel, der liegt ja nicht in den eigenen Büros

00:04:55: Nein überhaupt nicht!

00:04:57: Er liegt in dem was sie mit den Geldern der Versicherten machen.

00:05:00: Und wenn wir da einmal beim Gebäudethema bleiben haben die Versicherer natürlich auch viele Immobilien in der Kapitalanlage, quasi das fremdgenutzt-Immobilien-Portfolio.

00:05:10: Und hier zeigt unser Nachhaltigkeitsreport, dass immerhin forty-fünfzig Prozent der Untersuchtenversicherer bereits Maßnahmen umsetzen.

00:05:17: Okay Moment da muss ich direkt mal einhaken!

00:05:19: Vierundvierzig Prozent setzen Maßnahmen um.

00:05:22: aber was genau machen wir da?

00:05:23: Machen diese Portfolios wirklich

00:05:25: hitzefest?!

00:05:26: Naja, sie dämmen vor allem für den Winter.

00:05:29: Unsere Auswertungen zeigen nämlich klar dass der Fokus bei diesen forty-fünf Prozent fast ausschließlich auf der energetischen Sanierung liegt.

00:05:36: Also Energiesparen?

00:05:38: Richtig!

00:05:39: Da geht es um Wärmedämmung, den Austausch von fossilen Heizungen gegen Wärmepumpen und dem Bezug von erneuerbaren Energien.

00:05:45: Dazu kommen dann noch Greenlees Verträge mit denen Mieter zum Energiespan verpflichtet werden

00:05:51: Und das sieht dann im Reporting gut aus.

00:05:53: Genau, das drückt den CO²-Fußabdruck im Portfolio nach unten und glänzt in dem Berichten.

00:05:58: Aber Adaption – also die Anpassung an die physischen Folgen des Klimawandels wie eben extreme Hitze oder Starkregen wird bislang oft vernachlässigt!

00:06:07: Okay, wenn wir das jetzt mal für den Zuhörer im Vertrieb übersetzen, stell dir vor du sitzt beim Kunden und berätst zu einem nachhaltigen Versicherungsprodukt.

00:06:15: Der Kunde will wissen, wie sicher sein Geld eigentlich angelegt ist?

00:06:19: Es ist doch ein großer strategischer Vorteil in der Beratung, wenn du erklären kannst.

00:06:23: Schauen Sie!

00:06:24: Versichere A dämmt sein Immobilien im Portfolio.

00:06:27: Versicherer B aber investiert in echte Klimaresilienz also mit zum Beispiel Dachbegrünungen, Zisternen und einem intelligenten Kühlsystem.

00:06:36: Ein Immobilie-Portfolio das im Sommer zu einem Backofen wird verliert auch massiv an Wert.

00:06:41: Auf jeden Fall Gebäude die nicht an den Klimawandel angepasst sind werden in Zukunft viel schwerer zu vermieten sein.

00:06:48: Die Kühlkosten explodieren und Mieterspringen ab.

00:06:51: Das leuchtet ein!

00:06:52: Wenn ein Vermittler im Kundengespräch aufzeigen kann, dass ein Versicherer dieses Detail wirklich versteht und das investierte Kapital füße schützt, hebt es die Beratung auf ein völlig anderes Level.

00:07:03: Wir sehen also, dass bei den Gebäuden oft nur oberflächlich saniert wird anstatt auch weitere strukturelle Probleme einzugehen.

00:07:09: Und interessanterweise sehen wir exakt das gleiche Muster wenn wir zur sozialen Ebene wechseln.

00:07:15: Die CSRD, die neue EU-Berichtspflicht für Nachhaltigkeit, zwingt Versicherer auch soziale Kennzahlen nach einheitlichem Standard zu veröffentlichen.

00:07:23: Was zeigen diese Daten?

00:07:25: Fangen wir mal mit dem Thema Gleichstellung der Geschlechter an!

00:07:27: Wir sehen zum Beispiel dass der Frauenanteil in den Aufsichtsräten des Versicherers bei durchschnittlich achtundzwanzig Prozent liegt.

00:07:33: Das ist jetzt zumindest schonmal nah dran an der gesetzlichen Zielgröße, die sind dreißig Prozent

00:07:38: Ja, schon aber der Aufsichsrat ist das Kontrollgremium.

00:07:42: wenn wir in die operative Führung schauen also in die Vorstände Dann sind Frauen dort mit knapp unter zwanzig Prozent vertreten.

00:07:49: Und diese Unterrepräsentanz in den gut bezahlten Führungspositionen wirkt sich auch auf eine weitere Zahl in unserem Report aus, dem Gender Pay Gap.

00:07:57: Die Lohnlücke liegt laut unserem Report bei durchschnittlich zwanziger Prozent an der Versicherungsponche.

00:08:02: Damit liegen die Versicherer deutlich über dem gesamte deutschen Durchschnitt von aktuell sechzehn Prozent.

00:08:08: Wir reden hier über eine Branche, die zum Beispiel Lebensversicherung auf die fünfte Nachkommastelle genau kalkuliert.

00:08:13: Wie kann eine derer zahlgetriebene Branche beim Gender Pay Gap so versagen?

00:08:18: Wir müssen die strukturellen Barrieren ansehen!

00:08:20: Wir sprechen hier vom unbereinigten Gender Pay gap – der vergleicht den Durchschnittsverdienst aller Frauen im Unternehmen mit dem Allermänner.

00:08:28: Der sagt also nicht zwingend dass eine Frau am selben Schreibtisch für exakt dieselbe Arbeit zwanzig Prozent weniger bekommt

00:08:34: Genau, sondern er zeigt uns zum Beispiel massive Systemfehler in den Karrierewegen.

00:08:39: Es gibt häufig noch homogene Rekrutierungsmuster wo Führungskräfte unbewusst Kandidaten einstellen und fördern die ihnen selbst ähnlich sind.

00:08:46: Hinzu kommt das Problem der Teilzeit.

00:08:48: Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der Kehrarbeit also Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen.

00:08:53: In der Versicherungswirtschaft sind Führungspositionen Teilzeit eine Ausnahme.

00:08:57: Diese strukturelle Benachteiligung schlägt sich am Ende auch in diesen zwanzig Prozent unterschied beim Gehalt nieder.

00:09:03: Wie sieht es denn beim Thema Inklusion aus, also schwer behinderte Menschen im Arbeitsmarkt?

00:09:08: Ist da die Transparenz besser geworden?

00:09:11: Leider ist die Datenlage hier auch dünn.

00:09:13: Nur siebenundzwanzig Prozent der von uns untersuchten Unternehmen machen in ihren Berichten überhaupt Angaben zur schwer behinderten Quote und von diesen erreichen gerade mal sieben Unternehmen die gesetzliche Hürde von fünf Prozent.

00:09:25: Der Mittelwert liegt bei vier Prozent.

00:09:27: Natürlich berichten einige Versichere auch, dass Beschäftigte ihre Behinderung oft nicht offenlegen wollen oder schlicht keine passenden Bewerbungen reinkommen.

00:09:36: Gibt es denn Aspekte im Bereich Soziales wo die Branche ihrer Hausaufgaben macht?

00:09:41: Die gibt's auf jeden Fall!

00:09:42: Bei den eher weichen Faktoren sehen wir sehr positive Entwicklungen – seventy-fünf Prozent der Versicherer berichten über sinnvolle Strategien für Diversität und Inklusion.

00:09:51: Da geht es um Netzwerk für LGBTQIA+, kulturelle Integration oder Generationengerechtigkeit.

00:09:57: Um dem Gender Pay Gap entgegenzuwirken, bieten mittlerweile über die Hälfte spezielle Frauenförderprogramme an, wie gezieltes Mentoring für angehende Führungskräfte.

00:10:07: Und beim Thema Gesundheit?

00:10:08: Da glänzt die Branche wirklich – hundert Prozent der untersuchten Unternehmen geben bei der Gesundheitsförderung über das Gesetz sich im Mindestmaß hinaus was zum Beispiel ein Betriebsarzt fordert!

00:10:18: Sie bieten zusätzliche Vorsorgeprogramme, psychologische Unterstützung oder Fitnessangebote.

00:10:23: Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen wir starke Werte.

00:10:27: sixty-fünf Prozent bieten zum Beispiel zusätzliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung an.

00:10:33: Das Bild ist also ziemlich gespalten

00:10:35: Kann man so sagen?

00:10:37: Das führt uns jetzt eigentlich zu einer wichtigen Schnittstelle.

00:10:40: Wir haben über hitzefeste Portfolios gesprochen, über Dämmungen Förderprogramme für Frauen und strukturelle Lohnlöcken Aber all diese Nachhaltigkeitskonzepte bringen ja absolut gar nichts wenn sie im Luftleeren Raum der Zentrale einfach existieren.

00:10:54: Wie kommt das Ganze schließlich beim Endkunden an?

00:10:58: Das entscheidende Boteneck für diese ganze Transformation ist der eigene Mitarbeiterstab und hier ganz speziell eben der Vertrieb.

00:11:04: Wenn er Vertrieb das Thema nicht in der Tiefe verinnerlicht hat, bleibt Nachreitigkeit hier isoliert.

00:11:11: Das ist wie bei einem Autohersteller, der Milliarden in die Entwicklung eines innovativen Elektroautos steckt aber völlig vergisst seinen Verkäufern zu erklären, wie man das Fahrzeug überhaupt auflädt oder wie das mit der Reichweite funktioniert.

00:11:23: Wenn der Kunde dann kritische Fragen stellt und der Verkäufer nur stammelt, bleibt das Auto auf dem Hof stehen.

00:11:29: Wer ein Produkt im Vertrieb nicht aus tiefster Überzeugung und mit Fachwissen erklären kann, wird es halt nicht

00:11:34: verkaufen.".

00:11:36: Und genau an diesem Punkt trennt sich laut unserer Daten auch bei den Versicherern die Spreu vom Weizen.

00:11:41: Fifty-fünfzig Prozent der Versicherer fördern laut unserem Report gezielt die Nachhaltigkeitskompetenz ihrer Mitarbeiter durch interne Schulungen – jetzt kommt die Zahl, die für den Vertrieb da draußen am relevantesten ist!

00:11:52: Achtundvierzig Prozent der Versicherer bieten spezifische Weiterbildungsprogramme zum Thema Nachhaltigkeit explizit für den Vertrieb an.

00:12:00: Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass mehr als die Hälfte ihren Vertrieb bei diesem komplexen Thema nicht gezielt genug fördert?

00:12:06: Genau!

00:12:07: Gibt es denn noch einen harten Indikator, an dem wir ablesen können, ob es die Vorstandsetagen wirklich Jens meint?

00:12:13: Den gibt es – das Geld.

00:12:15: Bei Vierundvierzig Prozent der untersuchten Versicherers ist die variable Vergütung der Führungskräfte mittlerweile anders.

00:12:20: erreichen von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt

00:12:23: Das ist ein ganz guter Hebel.

00:12:24: Wenn der eigene Bonus am Ende des Jahres davon abhängt, ob der CO²-Fußabdruck im Portfolio sinkt oder der Frauenanteil im Management steigt dann verschwinden diese Themen nicht mehr so schnell in der Schubleide.

00:12:34: Genau weil dann wird Nachhaltigkeit eben zu echten und auch messbaren Zielvereinbarung.

00:12:39: Lass uns mal die Fäden zusammenziehen.

00:12:40: wir haben heute gesehen dass die Versicherer physische Resilienz beweisen müssen.

00:12:45: Sie müssen ihre Immobilienportfolios nicht nur dämmen sondern wirklich Hitze festmachen um Kapital zu schützen Und gleichzeitig müssen sie intern soziale Hausaufgaben machen.

00:12:56: Sie müssen den Gender Pay Gap von zwanzig Prozent schließen und ihren Vertrieb massiv weiterbellen.

00:13:00: Unser Nachhaltigkeitsreport zeigt da auch ganz klar, nur wenn diese innere Haltung und die äußere Strategie auch übereinstimmen entsteht natürlich Glaubwürdigkeit!

00:13:08: Die Daten zeigen uns wer den Umbau ernsthaft und vor allem auch belegbar angeht.

00:13:13: Okay vielen Dank für die Informationen Henrike.

00:13:17: sehr gerne bis zum nächsten Mal.

00:13:19: Alles Weitere und die Quellen zur heutigen Folge gibt's wie immer in den Show-Notes.

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